Start › Honorar
Sie erfahren die Kosten, bevor die Bearbeitung beginnt — nicht danach
Sachverständigenleistungen werden nach Aufwand vergütet, weil sich der Aufwand nach dem Sachverhalt richtet und nicht nach einem Katalog. Was ich Ihnen zusagen kann: Sie erhalten vor Beginn der inhaltlichen Bearbeitung eine Aussage über Vorgehen, voraussichtlichen Aufwand und Honorar. Es gibt keine Überraschung auf der Rechnung.
So läuft es ab
- Kurze Schilderung per E-Mail oder Telefon, gern mit Fotos. Dieser erste Kontakt dient der Einordnung und wird nicht abgerechnet.
- Meine Rückmeldung: Ist ein Gutachten fachlich sinnvoll? Welche Leistung passt — Beweissicherung, Kurzstellungnahme oder vollständiges Gutachten? Ist ein Vor-Ort-Termin nötig? Ich sage auch, wenn ich glaube, dass sich der Aufwand für Sie nicht lohnt.
- Angebot mit Leistungsumfang und Honorar.
- Bearbeitung erst nach Ihrer Freigabe.
Ehrlicher Hinweis zur Wirtschaftlichkeit: Bei einem Streitwert von wenigen hundert Euro steht ein Gutachten in keinem sinnvollen Verhältnis. In solchen Fällen sage ich das offen und nenne Ihnen, wenn möglich, einen einfacheren Weg — etwa welche Unterlagen Sie anfordern sollten oder welche Frage Sie dem Betrieb schriftlich stellen können. Eine kurze Vorabklärung ist manchmal die vollständige Lösung.
Was den Aufwand bestimmt
| Faktor | Wirkung auf den Aufwand |
|---|---|
| Fragestellung | eine einzelne, klar umgrenzte Frage ist deutlich günstiger als eine offene Ursachensuche |
| Anzahl der Bauteile | ein Element gegenüber allen Fenstern eines Mehrfamilienhauses |
| Notwendigkeit eines Vor-Ort-Termins | manche Fragen sind anhand von Unterlagen und Fotos beantwortbar, viele nicht |
| Messtechnik | eine Sichtprüfung ist schnell; Klimaaufzeichnung über Wochen oder eine Differenzdruckmessung sind eigene Leistungen |
| Umfang der Unterlagen | ein Angebot und drei Fotos gegenüber einem Aktenordner mit Schriftverkehr |
| Form des Ergebnisses | mündliche Einschätzung, Kurznotiz, Stellungnahme oder vollständiges schriftliches Gutachten |
| Bauteilöffnung | zusätzlicher Aufwand für Öffnung, Sicherung und Wiederherstellung |
| Dringlichkeit | kurzfristige Termine bei laufenden Schäden oder bevorstehenden Bauarbeiten |
| Anfahrt | Entfernung zum Objekt |
Leistungsstufen: von klein nach groß
| Stufe | Wofür geeignet | Ergebnis |
|---|---|---|
| Vorabklärung | erste Einordnung: lohnt sich etwas, und was? | telefonische Auskunft, keine Berechnung |
| Beweissicherung | Zustand muss gesichert werden, Bewertung kann warten | strukturierte Dokumentation ohne Bewertung |
| Kurzstellungnahme | eine konkrete, abgrenzbare Frage | schriftliche Antwort mit Begründung |
| Ortstermin mit mündlicher Einschätzung | schnelle Orientierung, Kaufentscheidung, Abnahmevorbereitung | Einschätzung vor Ort, Kurznotiz danach |
| Vollständiges Gutachten | Streitfall, Verfahren, Versicherung, größere Schadenssumme | schriftliches Gutachten mit Feststellung, Ursache, Bewertung und Sanierungsempfehlung |
| Gutachten-Check | ein fremdes Gutachten liegt vor | Prüfbericht zu Methodik, Vollständigkeit und Tragfähigkeit |
Details zu den einzelnen Leistungen: Leistungsübersicht.
Wer die Kosten trägt
- Zunächst der Auftraggeber. Sie beauftragen mich, Sie erhalten die Rechnung.
- Erstattung im Streitfall: Kosten eines Privatgutachtens können unter bestimmten Voraussetzungen als Schadensposition erstattungsfähig sein — insbesondere, wenn das Gutachten zur Rechtsverfolgung erforderlich war. Ob das in Ihrem Fall zutrifft, klärt ein Rechtsanwalt.
- Rechtsschutzversicherung: Viele Verträge übernehmen Sachverständigenkosten im Rahmen der Deckung. Eine Anfrage vor der Beauftragung lohnt fast immer.
- Gebäude- und Hausratversicherung: Bei Vereinbarung eines Sachverständigenverfahrens ist eine Kostenbeteiligung häufig vorgesehen. Siehe Versicherungsschaden.
- Eigentümergemeinschaften: Bei gemeinschaftlichem Eigentum werden die Kosten in der Regel aus der Gemeinschaft getragen — ein Beschluss ist meist erforderlich.
Zum Verhältnis von Kosten und Nutzen: Ein vollständiger Fenstertausch bei einem Einfamilienhaus bewegt sich im mittleren fünfstelligen Bereich, die Sanierung eines Feuchteschadens an einer Terrassentür schnell im vierstelligen bis fünfstelligen Bereich. Gegen diese Größenordnungen ist eine fachliche Klärung vor der Entscheidung fast immer die günstigere Variante — vor allem, weil sie verhindert, dass am falschen Bauteil saniert wird.
Häufige Fragen
Kostet das erste Gespräch etwas?
Nein. Die erste Einordnung Ihres Anliegens — ob und welche Leistung sinnvoll ist — berechne ich nicht. Erst wenn eine inhaltliche Bearbeitung beginnt, entsteht ein Honorar, und das wird vorher vereinbart.
Warum gibt es keine Preisliste?
Weil eine Pauschale entweder für Sie zu teuer oder für den Aufwand nicht kostendeckend wäre. Der gleiche Sachverhalt kann mit einer Stunde oder mit zwei Tagen Aufwand verbunden sein — abhängig von Unterlagenlage, Messbedarf und Anzahl der Bauteile. Statt einer Liste erhalten Sie ein konkretes Angebot für Ihren Fall.
Kann ich zuerst nur die Unterlagen prüfen lassen?
Ja, und häufig ist das der wirtschaftlichste Einstieg. Angebot, Leistungsbeschreibung, Datenblätter und Leistungserklärung lassen sich mit begrenztem Aufwand prüfen — und oft klärt sich schon dort, ob die zugesagten Eigenschaften überhaupt geliefert wurden.
Was, wenn das Ergebnis nicht für mich spricht?
Dann sage ich das. Ein Gutachten, das nur bestätigt, was der Auftraggeber hören will, ist wertlos — die Gegenseite und ein Gericht erkennen das sofort. Genau diese Unabhängigkeit macht eine Feststellung belastbar. Ich weise vorab darauf hin, wenn ich einen Sachverhalt kritisch sehe, damit Sie entscheiden können.
Anfrage
Schildern Sie Ihr Anliegen in wenigen Sätzen und legen Sie, wenn möglich, Fotos bei: Gesamtansicht des Bauteils, Detail der Problemstelle, Anschluss innen und außen. Hilfreich sind außerdem Angebot oder Rechnung sowie das Datum der Montage.
